Presseinformationen

19. März 2026

Kölner Kooperation:
RheinNetz setzt neue Maßstäbe im Netzbetrieb und entwickelt mit envelio ein Niederspannungsleitsystem

envelio, Europas führender Anbieter von Smart-Grid-Software, kooperiert mit der RheinNetz, einem der größten regionalen Netzbetreiber Deutschlands. Die beiden in Köln ansässigen Unternehmen realisieren gemeinsam ein produktives Niederspannungsleitsystem für die Netze der RheinNetz. Damit trifft der Kölner Netzbetreiber eine langfristige und zukunftswei-sende Entscheidung, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern. Statt die Netzentwicklung nur an akuten Bedarfen auszurichten, setzt der Netzbetreiber künftig auf vorausschauende Planung und einen aktiven, datengetriebenen Netzbetrieb. Auf diese Wei-se wird sichergestellt, dass die während der Energiewende zunehmende Komplexität im Netz durch eine zuverlässige und skalierbare Funktionsfähigkeit im Niederspannungsbe-reich gewährleistet wird.

Produktives Niederspannungsleitsystem und dessen Bedeutung für die Energiewirtschaft

Leitsysteme sind das Rückgrat eines sicheren Netzbetriebs, da sie Fernüberwachung, Datener-fassung und die Steuerung zentraler Prozesse ermöglichen. Während solche Systeme in Mittel- und Hochspannung bereits seit Jahren etabliert sind, rückt die Niederspannung durch Photovolta-ik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur zunehmend in den Fokus. RheinNetz reagiert auf diesen Wandel und setzt dabei auf envelios Intelligent Grid Platform (IGP): Die Plattform digitalisiert und automatisiert zentrale Prozesse – von der Anschlussprüfung über die Netzplanung und den Netz-betrieb bis hin zur Netzsteuerung – und schafft so die Grundlage für einen effizienten und zu-kunftssicheren Netzbetrieb in der Niederspannung, auch bei steigender Dynamik.

Dabei verfolgen die beiden Unternehmen aus Köln den sogenannten PlanOps-Ansatz: Planung und Betrieb des Netzes werden miteinander verzahnt, indem wichtige Prozesse wie die An-schlussprüfung, die Netzplanung, der -betrieb, und die -steuerung auf einer Plattform – der IGP – digital abgewickelt werden.

Dr. Simon Koopmann, CEO von envelio, dazu: „Die Kooperation mit RheinNetz ist ein echter Meilenstein für die Digitalisierung und Automatisierung von Netzbetrieb und Netzplanung in Deutschland. Gemeinsam bringen wir unseren PlanOps-Ansatz mit einem der größten regionalen Netzbetreiber in den produktiven Einsatz. RheinNetz beweist dabei echten Pioniergeist und macht vor, wie sich der Netzbetrieb in der Niederspannung vorausschauend, datengetrieben und ska-lierbar aufstellen lässt. Damit schafft RheinNetz eine entscheidende Grundlage, um erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen zuverlässig ins Netz zu integrieren.“

Jan Patrick Linossier, Technischer Geschäftsführer der RheinNetz ergänzt: „Wir freuen uns, mit envelio nicht nur einen der führenden Anbieter für Smart-Grid-Software, sondern auch einen Partner aus Köln an unserer Seite zu haben, mit dem wir dieses Vorhaben gemeinsam realisieren. Wir sind überzeugt, dass die Einführung eines produktiven Niederspannungsleitsystems und damit der Aufbau eines Digitalen Zwillings nicht nur für uns als Netzbetreiber und unsere Kundschaft erhebliche Vorteile bringt, sondern sich letztlich auch positiv auf das Gelingen der Energiewende auswirkt.“

Digitaler Zwilling des Stromnetzes bildet die Grundlage für Digitalisierung, Automatisierung und Steuerung

Die Grundlage dafür bildet ein digitaler Zwilling des gesamten Nieder- und Mittelspannungsnetzes der RheinNetz. Da die Software-Anwendungen der IGP nicht isoliert sind, sondern miteinander Hand in Hand gehen, lässt sich der gesamte Vorgang zum Steuern von Verbrauchsanlagen nach §14a EnWG automatisiert umsetzen. Perspektivisch werden envelio und RheinNetz auch eine vollautomatisierte Steuerung der Erzeuger nach §9 EEG umsetzen. Durch die weitentwickelte Plattform können künftig weitere regulatorische Treiber skalierbar umgesetzt werden.

Vorausschauend planen, sicher betreiben

RheinNetz nutzt die Intelligent Grid Platform (IGP) unter anderem, um Netzanschlussanfragen automatisiert zu verarbeiten und zu prüfen sowie die strategische Netzplanung mithilfe von Szena-rioanalysen und automatisierten Planungstools vorausschauend weiterzuentwickeln. Im operati-ven Netzbetrieb unterstützt die Plattform die Netzführung in der Niederspannung außerdem mit Blick auf ein wirkungsvolles Schaltmanagement: Geplante Schalthandlungen können simuliert und ihre Auswirkungen auf Auslastung und Betriebssicherheit bewertet werden. Insgesamt wird dadurch die Arbeitseffizienz erhöht, die Entscheidungsfindung in Planung und Betrieb verbessert und so eine zentrale Grundlage für eine kosteneffiziente Energiewende geschaffen.

Im Rahmen der Kooperation kommen verschiedene IGP-Apps zum Einsatz, die zentrale Prozesse im Netzbetrieb und in der Netzplanung unterstützen. Dazu zählen unter anderem die Anschluss-prüfung, der Online Connection Check und der perspektivisch der Netzanschlussnavigator. Er-gänzt wird dies durch Anwendungen wie Zielnetzplanung, Netzstudie und Online Monitoring. Auch Lösungen für Engpassmanagement und Schaltprozesse, etwa der Schaltmanager, sind Teil der gemeinsamen Umsetzung.

14.01.2026

E-Mobilität im ÖPNV: Neue Trafostation für Elektrobusse am Porz-Markt

Köln macht den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Nahverkehr: Im Rahmen der Elektrifizierung des Busverkehrs der Kölner Verkehrs-Betriebe wird nahe der Haltestelle Porz-Markt eine neue Transformatorenstation errichtet. Sie bildet das Herzstück für die leistungsstarke Schnellladeinfrastruktur der Elektrobusse vor Ort. Am 14. Januar 2026 wurde hierfür ein zweigeteiltes Gebäude angeliefert und mittels eines Schwerlastkrans platziert.

Das Projekt ist ein weiteres Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit des Netzbetreibers RheinNetz und den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB). Gemeinsam treiben beide Unternehmen den Ausbau der E-Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr konsequent voran. Bereits elf solcher Stationen sind in den letzten Jahren auf Kölner Stadtgebiet errichtet worden. Vier – einschließlich der neuen Station in Porz – sind noch im Bau bzw. in der Planung.

Energie für den Busverkehr von morgen

Die neue Gebäudestation wandelt 10.000 Volt Drehstrom aus dem Stromnetz in Gleichstrom um. So können an den drei Schnellladepunkten an der Haltestelle Porz-Markt Elektrobusse mit einer Leistung von bis zu 500 Kilowatt geladen werden. In wenigen Minuten erhalten die Fahrzeuge damit genügend Energie für ihre nächsten Umläufe – ein entscheidender Faktor für einen zuverlässigen und alltagstauglichen E-Bus-Betrieb.

An der Haltestelle „Porz Markt“ beginnen bzw. enden die Buslinien 151, 152, 154, 160, 161, 162, 165 und 166. Insbesondere die Linien 151 und 152 (beide Porz Markt – Chempark Leverkusen) sind mit rund 25 Kilometern je Fahrtrichtung langlaufende Linien, was Nachladungen im Laufe des Tages notwendig macht.

„Leistungsfähige Netzinfrastruktur ist die Grundlage für einen klimafreundlichen ÖPNV“, sagt Susanne Fabry, Vorstand Netze der RheinEnergie und Vorsitzende des Aufsichtsrats der RheinNetz. „Gemeinsam mit der KVB schaffen wir hier die Voraussetzungen dafür, dass immer mehr Busse lokal emissionsfrei unterwegs sein können.“

Präzisionsarbeit beim Aufstellen der Station

Die zweigeteilte Transformatorenstation bringt ein Gesamtgewicht von rund 92 Tonnen mit sich. Allein ein Stationsteil wiegt etwa 56 Tonnen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Porz-Markt ist beim Aufbau höchste Präzision gefragt: Die Station musste mit einer Ausladung von rund 25 Metern an ihre endgültige Position gehoben werden. Zum Einsatz kam deshalb ein Mobilkran der 650-Tonnen-Klasse.

Technische Daten auf einen Blick

• Gewichte: 56 t und 36 t (Beton-Transformatorenstationen)
• Ladekapazität: drei Ladepunkte mit jeweils bis zu 500 kW
• Maße: 8,3 m x 3,6 m (größerer Gebäudeteil) und 4,3 m x 3,6 m (kleinerer Gebäudeteil)

17.12.2025

RheinNetz übernimmt zum 01.01.2026 den Betrieb des Stromnetzes in Waldbröl

Zum 01. Januar 2026 übernimmt die RheinNetz GmbH den Betrieb des Stromnetzes im Netzgebiet Waldbröl. Bislang wurde das dortige Stromnetz von der AggerEnergie an die Westnetz GmbH verpachtet. Mit Ablauf des Pachtvertrags am 31.12.2025 geht die Verantwortung für den Netzbetrieb vollständig auf die RheinNetz über.

Für bestehende Stromlieferverträge ergeben sich aus dem Wechsel des Netzbetreibers keine Änderungen. Die Stromlieferverträge laufen wie gewohnt weiter. Ab dem 01.01.2026 ist die RheinNetz GmbH nun Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Netzanschluss, die Anschlussnutzung sowie bei Störungen im Stromnetz.

Ab dem 01.01.2026 erreichen Sie die RheinNetz GmbH bei Störungen unter der Rufnummer: 02261 2300 074. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: https://www.rheinnetz.de/stoerung-melden.

Logo der RheinNetz GmbH
06.01.2025

Rheinische Netzgesellschaft firmiert um zur RheinNetz

Die Energie- und Wärmewende machen einen umfassenden Ausbau der Energieinfrastruktur erforderlich. Auch die Wassernetze stehen vor neuen klimatischen Herausforderungen. In den kommenden Jahrzehnten werden Strom-, Wärme- und Wassernetze daher in großem Umfang erweitert und modernisiert. Dies betrifft ebenso weitere Netzbestandteile wie Hausanschlüsse, Netzstationen, Umspannwerke sowie eine zeitgemäße Netzabrechnung mit intelligenten Messsystemen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat RheinEnergie sämtliche Aufgaben rund um Netzbetrieb, Netzausbau und Netzabrechnung in einer eigenen Netzgesellschaft gebündelt. Die bisherige Netztochter, die Rheinische Netzgesellschaft mbH, firmiert künftig unter dem neuen Namen RheinNetz GmbH. Ein zentraler Bestandteil dieser Neuausrichtung ist die Eingliederung von über 1.000 Mitarbeitenden aus dem Technischen Netzservice und der Netzabrechnung der RheinEnergie in die neue Gesellschaft.

Als bedeutende Netzbetreiberin wird die RheinNetz GmbH künftig eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energiewende in Köln und der rheinischen Region übernehmen. Neben strategischen Aufgaben wie Netzplanung und Regulierungsmanagement wird sie auch operativ tätig sein. Die Umfirmierung steht für einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel, der nicht nur regulatorischen Anforderungen besser entspricht, sondern auch Effizienz und Kundennähe nachhaltig stärkt.

"Wir haben bereits im Jahr 2022 damit begonnen, unseren Netzbereich neu auszurichten. Mit der Umfirmierung der Rheinischen Netzgesellschaft zur RheinNetz schaffen wir die Grundlage, um die Anforderungen der Energiewende besser zu erfüllen. Die Infrastruktur wird künftig deutlich schneller wachsen und dafür benötigen eine Netzbetreiberin mit klar definierten und teilweise auch agilen, modernen Prozessen", erklärt Susanne Fabry, Vorstand Netze der RheinEnergie und Vorsitzende des Aufsichtsrats der RheinNetz.

Zukunftsfähige Prozesse für maximale Effizienz

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Struktur ist die Einführung durchgängiger „Ende-zu-Ende“-Prozesse sowie agiler Arbeitsweisen, um Transparenz und Effizienz nachhaltig zu erhöhen. „Unsere neue Organisation erlaubt es, Projekte ganzheitlich und fachbereichsübergreifend zu bearbeiten – ein entscheidender Vorteil, um den Netzausbau zu beschleunigen“, erklärt Susanne Fabry.

Von dem geplanten Investitionsvolumen der RheinEnergie in Höhe von rund 3,8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2035 soll nahezu die Hälfte in den Ausbau der Netzinfrastruktur fließen. Mit diesen Mitteln wird die RheinNetz nicht nur die Wärmeversorgung weiterentwickeln, sondern auch die Grundlage für den steigenden Bedarf an elektrischer Leistung in Köln schaffen. Dazu zählen unter anderem der Umbau des 110-kV-Netzes sowie die Verdichtung der Versorgungsnetze in den einzelnen Stadtquartieren.

Kundennähe und Transparenz im Fokus

Die RheinNetz steht auch für eine direktere und transparentere Kommunikation mit ihren Kundinnen und Kunden. „Wir bündeln die komplette Prozessverantwortung beim Thema Netzkundenbetreuung innerhalb der Netzgesellschaft. Damit vereinfachen wir Prozesse und bieten künftig einen besseren Kundenservice“, erläutert Susanne Fabry.

Für die Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsgebiet der RheinNetz bringt dies spürbare Veränderungen mit sich: Schreiben zur Ablesung der Zählerstände werden künftig direkt von der RheinNetz versendet. Auch Anliegen zu Netzanschlüssen oder die Anmeldung von Einspeiseanlagen werden nun durch die RheinNetz bearbeitet. Fahrzeuge, Baustellenschilder und das Auftreten der Mitarbeitenden vor Ort werden künftig unter dem neuen Namen sichtbar sein. So wird die RheinNetz GmbH als eigenständige Netzbetreiberin auch im direkten Kontakt mit den Kundinnen und Kunden deutlich erkennbar.

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